Beitragsbild: Frau umarmt sich selbst und übt Selbstliebe Meditation mit innerem Lächeln und Dankbarkeit für den eigenen Körper
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Mit der Inner Smile Meditation deinen Körper wertschätzen – ohne Dogmen

Frau meditiert im Alltag mit Inner Smile Meditation im Sitzen und findet innere Ruhe ohne Dogmen
Die Inner Smile Meditation ist alltagstauglich: Ungleich der Frau auf dem Foto bedarf es nicht des Lotussitzes. Du kannst im Sitzen meditieren, angelehnt an die Rückwand des Bettes oder der Couch. Viel wichtiger als eine perfekte Körperhaltung ist die liebevolle Wertschätzung beziehungsweise dein inneres Lächeln, das du deinen Organen/Körperteilen zukommen lässt. Foto: Lizensiert bei depositphotos.com

Die »Inner Smile Meditation« – im Deutschen oft als »Inneres Lächeln« bezeichnet – ist eine einfache, aber tiefgehende taoistische Übung, bei der du deinen Organen und Körperregionen liebevolle Aufmerksamkeit schenkst. 

Dabei ist es nicht das Ziel, die Praxis des Inneren Lächelns »richtig« anwenden zu wollen. Vielmehr geht es darum, innerlich weicher zu werden, Stress abzubauen und eine freundliche Beziehung zu deinem Körper aufzubauen. Ich verbinde mit der Inner-Smile-Meditation eine Praxis der Selbstliebe und der Dankbarkeit für den Körper. Darüber hinaus kann dich diese Praxis der taoistischen Energiearbeit näherbringen – jenseits von strengen Vorschriften und Heilversprechen. 

Wenn du eine Meditation suchst, die dich nicht in starre Regeln presst, sondern dich unterstützt, Selbstliebe zu üben, Selbstakzeptanz zu kultivieren und deinen Körper mit mehr Wertschätzung zu betrachten, könnte die Inner-Smile-Meditation ein Geschenk für dich sein.

Meine Liebe zur Inner-Smile-Meditation ergab sich eher auf den zweiten Blick. Warum? Als ich im Frühjahr 2024 in Mantak Chias Buch »Tao der Heilung« zum ersten Mal von der Inner Smile Meditation las, schien diese Meditation all das in sich zu vereinen, was ich suchte: eine Praxis, die (energetische) Selbstheilung und Selbstliebe verbindet.

Doch als ich sie ausprobierte, hielten mich die strengen Anweisungen eine Zeitlang davon ab, die Inner-Smile-Meditation regelmäßig zu praktizieren. So hieß es, ich solle den Speichel bei angespannten Nackenmuskeln mit einem deutlichen Schluckgeräusch gen Magen schicken. Mich irritierte ebenso der Auftrag, das Chi (also die Lebenskraft) auf eine bestimmte Art und Weise einzusammeln: Frauen sollen dazu beispielsweise die Lebenskraft zunächst 36 Mal um den Nabel entgegen des Uhrzeigersinns kreisen lassen, um danach das Chi 24 Mal im Uhrzeigersinn zu bewegen.

Ich bin kein Fan von Dogmen. Und doch wurde diese Meditation für mich zu einem Schlüssel, um meinem Körper mit mehr Dankbarkeit und Wertschätzung zu begegnen. Dies geschah, weil ich trotz meines anfänglichen Widerwillens die Anleitungen befolgte – und die Übung des Inneren Lächelns schließlich meinem Empfinden anpasste.

Ich hatte mich schon lange mit Selbstliebe und Heilung beschäftigt, als ich auf die taoistische Praxis stieß. Die Idee, meinen Organen liebevoll zu begegnen, berührte mich. Doch die traditionelle Form fühlte sich wie ein Korsett an – zu starr, zu reglementiert. Die strengen Anweisungen, beispielsweise hinsichtlich der Sitzhaltung, erinnerten mich an die Erwartungen, unter denen ich schon mein Leben lang stand.

Doch ich merkte auch, dass es bei der Meditation des Inneren Lächelns nicht um Perfektion geht, sondern darum, sich selbst zu spüren und sich selbst freundlich zu begegnen. Zudem entdeckte ich durch die Inner-Smile-Übung, dass es Körperregionen gab, denen ich bis dahin mit Gleichgültigkeit, wenn nicht gar Ablehnung begegnet war. Dies galt beispielsweise für den Unterleib und den Darm, der mittlerweile als »zweites Gehirn« anerkannt ist. Was wären wir ohne die Tätigkeit und Intelligenz des Darms mit seinen über 100 Millionen Nervenzellen?

Beim Üben des Inneren Lächelns merkte ich zudem, dass diese Meditation sehr bodenständig und körperlich ist. Damit eignet sich diese Praxis ebenfalls für all jene Menschen, für die eine spirituelle Erfahrung nicht an erster Stelle steht.

In meiner Ausbildung zur holistischen Energieheilerin mit den Schwerpunkten Prana-Aktivierung, Breathwork und De-Armouring begegnete ich der Inner Smile Meditation später noch einmal. Bei InnerCamp fand ich eine sehr freie Form dieser Meditations-Praxis. Hier spürte ich inzwischen noch deutlicher, wie kraftvoll ein liebevolles, inneres Lächeln sein kann, wenn wir mit Körper, Atem und Energiearbeit arbeiten.

Menschlicher Körper mit sichtbaren Organen und Gefäßen als Einladung, mit der Inner Smile Meditation dankbar durch den Körper zu reisen
Die Inner Smile Meditation lädt dich ein, deinen Organen und Körperregionen mit Dankbarkeit und Wertschätzung zu begegnen – angefangen von deinen Augen bis zum Darm. Foto lizensiert bei depositphotos.com

Die Inner Smile Meditation ist eine taoistische Praxis, bei der du deine Aufmerksamkeit nacheinander auf deine Organe richtest und ihnen ein liebevolles Lächeln schenkst. Die Inner-Smile-Meditation machte der thailändische TAO-Meister Mantak Chia in den 1980er-Jahren in westlichen Ländern als Teil seines Systems »Universal Healing Tao« bekannt.

Nach Mantak Chia sehen die Taoisten in negativen Emotionen wie etwa Ärger, Trauer oder Angst die Ursache von chronischen Krankheiten. Das Innere Lächeln soll dagegen helfen, die in den Organen gebundene negative Energie in heilkräftige, positive Energieformen zu verwandeln. Laut des thailändischen TAO-Meisters Chia aktiviert das Innere Lächeln die Thymusdrüse, die für ihn das zentrale Energiezentrum darstellt. Auf diese Weise würden Stress abgebaut und die Immunabwehr gestärkt.

Mantak Chia berichtet zudem, dass die alten taoistischen Meister die Kraft der lächelnden Energie für sich selbst nutzten, um ihr Chi in Bewegung zu setzen, höhere Energieformen zu erzeugen und Gesundheit, Glück und ein langes Leben zu erlangen. Außerdem wirke die Übung des Inneren Lächelns heilsam und verjüngend – so, als würde man in Liebe baden.

Für mich geht es bei der Praxis des Inneren Lächelns darum, durch liebevolle Aufmerksamkeit zu innerer Harmonie zu gelangen – und den eigenen Körper als Verbündeten zu erleben. Für meine Anwendung dieser Übung ist es zweitrangig, ob die Inner-Smile-Meditation tatsächlich Blockaden löst und Krankheiten heilt. (Mantak Chia berichtet von einer Dame, die ihren Brustkrebs dadurch geheilt haben soll, dass sie ständig in die kranke Stelle hineinlächelte.)

Unabhängig von Aussagen wie diesen ist die Übung des Inneren Lächelns auf psychologischer Ebene eine wunderbare Methode, um mit sich in Einklang zu kommen, Stress abzubauen und Selbstliebe zu üben. Meines Erachtens bedarf es auch nicht immer eines Lächelns, das aus einer Situation herrührt, in der wir uns geliebt und geborgen fühlten. An Tagen, an denen es uns schwerfällt, uns in eine Situation des Wohlergehens hineinzuspüren, um dieses Wohlgefühl unseren Organen zu schicken, reicht es meines Erachtens aus, wenn wir unseren Körperregionen Dankbarkeit und Wertschätzung zukommen lassen.

Entscheidend ist meiner Meinung nach die Absicht, den Körperregionen in einer Haltung zu begegnen, die besagt: »Ich sehe dich und ich danke dir für dein Bemühen, dich bestmöglich für das Ganze/das Funktionieren des Körpers einzusetzen.« Genau dies stärkt die Wertschätzung für den eigenen Körper und die Selbstliebe.

Frau umarmt sich selbst und übt Selbstliebe Meditation mit innerem Lächeln und Dankbarkeit für den eigenen Körper
Selbstliebe üben heißt, dich selbst freundlich in den Arm zu nehmen – die Praxis des Inneren Lächelns unterstützt dich dabei Schritt für Schritt. Foto lizensiert by depositphotos.com

Drei Beispiele hierfür? Ich höre durch die Inner-Smile-Meditation auf, mich über Verdauungsprobleme oder eine Glutenunverträglichkeit zu beschweren, sondern erkenne an, dass mein Darm sein Bestes gibt. Vielleicht gelingt es mir darüber hinaus, durch die fürsorgliche, dankbare Aufmerksamkeit für Nacken und Kopf etwaigen Migräneanfällen mit liebevoller Achtsamkeit zu begegnen. Wenn ich meinen Füßen danke, dass sie mich durch den Tag tragen, oder meinen Händen, die viele Gegenstände halten, das Essen zum Mund führen und mich bei der Arbeit auf alle erdenkliche Weise unterstützen, verändert sich mein Blick auf meinen Körper und mich selbst.

Dieser dankbare Blick auf alle Teile von mir selbst ermöglicht ein positiveres Selbstbild – zumindest hinsichtlich des Körpers. Fernab jeder Zauberei erinnert mich die Praxis des Inneren Lächelns daran, dass mein Körper mein Verbündeter ist und nicht mein Feind.

Frau schaut sich im Spiegel an und entwickelt mit der Inner Smile Meditation einen wertschätzenden, liebevollen Blick auf sich selbst
Statt dein äußeres Erscheinungsbild zu kritisieren, kannst du mit der Inner Smile Meditation lernen, dich im Spiegel mit einem weicheren, wohlwollenden Blick zu sehen. Foto lizensiert bei depositphotos.com

Wenn ich die Inner Smile Meditation praktiziere, merke ich oft, wie mein Atem ruhiger wird und mein Körpersystem insgesamt herunterfährt. In Momenten, in denen mein Kopf voll ist und ich innerlich unter Druck stehe, hilft mir diese Meditation, den Fokus weg vom Grübeln hin zu meinem Körper und zu einem »inneren Lächeln« zu lenken. So wird Stressabbau durch Meditation für mich zu etwas sehr Konkretem: Ich löse Anspannung nicht mit Willenskraft, sondern indem ich mir selbst in Freundlichkeit begegne.

Kürzlich habe ich das innere Lächeln wieder praktiziert. Dabei habe ich nicht im strengen Sinn jedem meiner Organe zugelächelt. Ich habe mich bei ihnen bedankt:

  • Bei meinen Augen, die mich durch den Tag geführt haben – beim Autofahren, beim Lesen, beim Wahrnehmen der Welt.
  • Bei meiner Zunge, die schmeckt und durch die ich sprechen kann.
  • Bei meinem Kiefer, der in Stresszeiten Spannung hält – und einfach dafür, dass er da ist.
  • Bei meinem Rücken und Nacken, die so oft in einer ungünstigen Haltung zubringen müssen.
  • Bei meinem Herzen, das schlägt und fühlt.
  • Bei meinem Darm, der Energie aufnimmt und verarbeitet, damit ich leben kann.
  • Bei meinen Füßen, die mich durchs Leben tragen – und bei meinen Knien, die sich täglich beugen.
  • Bei meinem Kopf, der heute schmerzte. Vielleicht, weil mir zu viel im Kopf herumging, ich mir zu viele Gedanken machte. Vielleicht, weil mein Kopf einfach sein Bestes gibt.

Für mich ist die Inner Smile Meditation so zu einer Meditation geworden, in der es mehr um Dankbarkeit für den Körper und Wertschätzung statt Perfektion geht – eine Meditation ohne Dogmen.

a. Wenig Regeln, viel Achtsamkeit

Ich sitze nicht »perfekt« aufrecht und ich beachte auch nicht Mantak Chias Anweisung zur korrekten Positionierung von Genitalien, Hüften, Händen und Füßen. Ich folge beim Einsammeln des CHI keinen festen Drehrichtungen. Ich atme, wie es sich natürlich anfühlt. Ich arbeite nicht gezwungenermaßen alle Körperteile/Regionen ab. Ich setze Prioritäten, vor allem, wenn ich ohne gesprochene Meditationsanleitung übe und weniger Zeit habe.

b. Dankbarkeit statt Druck

Anfangs habe ich manchmal krampfhaft versucht, »richtig« zu lächeln. Heute schicke ich bisweilen auch »nur« ein positives Gefühl wie Dankbarkeit und Wertschätzung zum betreffenden Körperteil/Organ.

c. Den »schwierigen« Körperregionen liebevolle Aufmerksamkeit schenken

Manche Organe fühlen sich manchmal blockiert an. Manche schmerzen. Aber auch sie verdienen meine Wertschätzung – gerade sie.

d. Ohne Erwartungen Energie fließen lassen

Ich lasse die Energie ohne eine Erwartung fließen. Manchmal spüre ich Wärme oder auch nichts – und beides ist in Ordnung.

Ältere Frau sitzt eingekuschelt auf dem Sofa - ein Bild für Selbstakzeptanz und Körperfreundlichkeit.
Jede Meditation zur Stärkung der Selbstakzeptanz ist ein Geschenk – insbesondere wenn dein Körper älter wird oder nicht (mehr) so funktioniert, wie du es dir wünschst. Foto lizensiert bei depositphotos.com

Die Praxis des Inneren Lächelns kann besonders hilfreich sein, wenn:

  • du dich selbst oft kritisierst, um möglicher Kritik/Ablehnung durch andere zuvorzukommen.
  • dein Körper nicht »funktioniert«, wie du es willst – beispielsweise, weil er älter wird, weil er krank ist oder weil er einfach »er selbst« ist.
  • du spüren möchtest, dass du mehr bist als dein Funktionieren und deine Leistung.
  • du lernen möchtest, dich selbst zu lieben, um zu mehr Harmonie mit dir selbst zu gelangen.
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  • Setze dich bequem hin.
  • Atme ein paar Mal tief durch und komme bei dir an.
  • Welche drei Organe/Körperteile bedürfen heute deiner besonderen Wertschätzung – und wofür?
  • Richte deine Aufmerksamkeit nacheinander auf diese drei Organe/Körperteile – und sage: »Danke, ich nehme deine Arbeit für mich wahr.«
  • Spüre, was passiert. Und solltest du nichts spüren, ist das kein Versagen. Es ist in Ordnung, denn jeder Mensch spürt ganz individuell.
  • Wenn du magst, kommentiere: Was war deine Erfahrung?

Du möchtest eine angeleitete Form der Inner-Smile-Meditation für dich testen? Durch einen Klick auf den türkisfarbenen Link gelangst du meiner zwanzigminütigen Inner Smile Meditation

Der  Schriftzug I love me erinnert daran, Selbstliebe und Wertschätzung für sich selbst zu stärken.
Eine kleine Erinnerung im Alltag: »I love me« – Selbstliebe und Dankbarkeit für deinen Körper dürfen duftende Notizen in deinem Leben hinterlassen.«

Was ist die Inner-Smile-Meditation in kurzen Worten?

Die Inner-Smile-Meditation ist eine taoistische Praxis, bei der du mit einem inneren Lächeln und/oder liebevoller Achtsamkeit durch deinen Körper wanderst. Dabei schenkst du deinen Organen Dankbarkeit und Wertschätzung. Die Praxis des Inneren Lächelns unterstützt dich dabei, Stress abzubauen, innere Ruhe zu finden und Selbstliebe zu üben. Dabei musst du keiner bestimmten spirituellen Richtung folgen.

Wie lange sollte ich die Inner-Smile-Meditation üben?

Du kannst schon mit fünf bis zehn Minuten beginnen, indem du nur einige wenige Körperregionen auswählst. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, kannst du die Praxis auf 15 bis 20 Minuten ausdehnen – zum Beispiel mit einer angeleiteten Meditation.

Zur Inner Smile Meditation

Hilft die Inner Smile Meditation beim Stressabbau?

Viele Menschen erleben das Innere Lächeln als wirksame Unterstützung, um Anspannung zu lösen und innerlich weicher zu werden. Für mich ist sie eine sanfte Möglichkeit, Stress durch Meditation abzubauen. Die Praxis des inneren Lächelns basiert nicht auf Leistung oder Disziplin, sondern auf der Freundlichkeit mir selbst gegenüber.

Brauche ich Vorerfahrung in Meditation oder taoistischer Energiearbeit?

Nein. Die Inner-Smile-Meditation ist auch für Menschen geeignet, die kaum Meditationserfahrung haben und eine »Meditation ohne Dogmen« suchen. Du brauchst weder spezielle Kleidung noch eine perfekte Sitzhaltung – wichtiger ist deine Bereitschaft, deinem Körper wohlwollend zu begegnen.

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